CIS Controls: Die drei Implementierungsgruppen im Überblick

Die CIS Controls (Center for Internet Security Controls) sind ein bewährtes Framework zur Verbesserung der Cybersicherheit in Organisationen jeder Größe. Das Besondere an den CIS Controls ist ihre Einteilung in drei Implementierungsgruppen (IG1, IG2, IG3), die es ermöglichen, Sicherheitsmaßnahmen an die Größe und das Risikoprofil einer Organisation anzupassen.

Implementierungsgruppe 1 (IG1): Grundlegende Cybersecurity-Hygiene

Die erste Implementierungsgruppe richtet sich an kleinere Organisationen mit begrenzten IT-Ressourcen und geringem Cybersicherheits-Expertise. IG1 konzentriert sich auf grundlegende Sicherheitsmaßnahmen, die für alle Organisationen unverzichtbar sind. Diese Controls helfen dabei, sich vor den häufigsten Cyberangriffen zu schützen.

Zu den wichtigsten IG1-Controls gehören:

  • Inventarisierung aller Hardware- und Software-Assets
  • Sichere Konfiguration von Hardware und Software
  • Kontinuierliche Schwachstellenbewertung und -behebung
  • Zugriffskontrollen und Verwaltung von Berechtigungen
  • Regelmäßige Datensicherungen

Implementierungsgruppe 2 (IG2): Erweiterte Sicherheitsmaßnahmen

IG2 baut auf IG1 auf und richtet sich an mittelgroße Organisationen mit mehr IT-Ressourcen. Diese Gruppe umfasst alle IG1-Controls plus zusätzliche Maßnahmen für Unternehmen, die sensible Daten verarbeiten oder einem höheren Cyberrisiko ausgesetzt sind.

Zusätzliche IG2-Controls beinhalten unter anderem:

  • Erweiterte Netzwerksegmentierung
  • Implementierung von Security Information and Event Management (SIEM)
  • Penetrationstests und Red-Team-Übungen
  • Erweiterte Incident-Response-Prozesse

Die CIS Controls bieten einen praxisnahen, risikobasierten Ansatz zur Cybersicherheit, der sich an die Bedürfnisse jeder Organisation anpassen lässt.

Center for Internet Security

Implementierungsgruppe 3 (IG3): Höchste Sicherheitsanforderungen

Die dritte Implementierungsgruppe richtet sich an große Unternehmen und Organisationen, die kritische Infrastrukturen betreiben oder hochsensible Daten verarbeiten. IG3 umfasst alle Controls aus IG1 und IG2 sowie zusätzliche Maßnahmen für Organisationen mit erheblichen IT-Ressourcen und einem hohen Risikoprofil.

Zusätzliche IG3-Controls umfassen:

  • Erweiterte Malware-Abwehr und Sandboxing
  • DNS-Filterung und Web-Application-Firewalls
  • Erweiterte Netzwerküberwachung und -analyse
  • Kontinuierliche Security-Audits und Compliance-Prüfungen
  • Zero-Trust-Architektur-Implementierung

Fazit: Maßgeschneiderter Schutz für jede Organisation

Die Einteilung der CIS Controls in drei Implementierungsgruppen ermöglicht es Organisationen jeder Größe, einen pragmatischen Ansatz zur Verbesserung ihrer Cybersicherheit zu verfolgen. Während IG1 die unverzichtbaren Grundlagen abdeckt, bieten IG2 und IG3 erweiterte Schutzmaßnahmen für Organisationen mit komplexeren Anforderungen.

Unabhängig von der Größe oder dem Risikoprofil sollte jede Organisation mit IG1 beginnen und dann schrittweise zu höheren Implementierungsgruppen aufsteigen, sobald die Ressourcen und das Fachwissen vorhanden sind. Dieser schrittweise Ansatz stellt sicher, dass die grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen zuerst implementiert werden, bevor komplexere Controls hinzugefügt werden.